Viren per E-Mail

Der britische Application Service Provider MessageLabs, spezialisiert auf E-Mail-Filtersoftware und das Aufspüren von Viren, hat eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass im Jahr 2000 allein auf den firmeneigenen Servern durchschnittlich alle drei Minuten ein Computervirus per E-Mail einging.

In der Monatsstatistik führt dabei überraschenderweise nicht der Mai, in dem der ILOVEYOU-Wurm für Furore gesorgt hatte, sondern der Oktober mit über 30.000 registrierten Viren. ILOVEYOU führt aber mit Abstand die nach einzelnen Viren aufgeschlüsselte Tabelle an: 43.000 Mal lief er über die Server von MessageLabs.

Nach Einschätzung von MessageLabs, die nach eigenen Angaben pro Tag drei Millionen E-Mails auf Viren scannen, ist die Entwicklung auf dem Virensektor dramatisch. Bei einer solch starken Zunahme mache die Virenbekämpfung auf der Ebene einzelner Firmen nicht mehr viel Sinn – es müssten Systeme eingesetzt werden, die noch im Internet Viren aufspüren, bevor Firmennetze oder andere Mailaccounts erreicht sind.